Block-Kassiber 20.10.2017

Die Vorkommnisse rund um das Derby sorgen bei Teilen der Vienna-Family auch weiterhin für Aufruhr. Auch wir wollen uns deshalb im Folgenden ein weiteres Mal dazu äußern.

Auch deshalb haben wir uns entschieden dem letzten Heimspiel gegen den ASK Ebreichsdorf nicht lautstark und organisiert beizuwohnen. So wollen wir bis heute ein Zeichen der Unzufriedenheit setzen.

Ein erstes Treffen, das kurzfristig vor dem genannten Heimspiel gegen Ebreichsdorf stattfand, sehen wir als ersten Schritt in die richtige Richtung. Auch die gemeinsame Stellungnahme, die diese Woche von Verein und Supporters veröffentlicht wurde, ist dafür ein weiteres Indiz. Wir haben dennoch entschieden, auch zum kommenden Heimspiel gegen den FC Stadlau nicht organisiert aufzutreten. Eben um nochmals ein Zeichen zu setzen unsere Forderungen gegenüber dem Verein zu verdeutlichen. Als zentral erachten wir das Zustandekommen des Fanbeirats, der in den letzten Wochen und Monaten leider nur zu oft verschoben oder abgesagt worden ist. Die Weiterführung der Gespräche, die bei einem ersten Treffen zum letzten Heimspiel begonnen wurden, sind uns wichtig. Nur zu oft haben wir beschwichtigende Worte gehört, denen keinen Taten folgten – das aktuelle Misstrauen darf also niemanden wundern.

Deutlich möchten wir nochmals unterstreichen, dass dieser Protest keineswegs gegen Mannschaft und Trainerteam gerichtet ist. Die durchwegs guten und kämpferisch hervorragenden Leistungen des Teams haben es uns nochmal erschwert diesen Schritt zu gehen. Und gerade aus diesem Grund haben wir auch bewusst die Entscheidung getroffen, unsere Mannschaft bei den Auswärtsspielen, wie in der letzten Woche bei den Austria Amateuren, auch in Neusiedl und darüber hinaus lautstark und farbenfroh zu unterstützen.

So sehen wir es auch möglich, damit diesen Kontrast Woche für Woche im Stadion aufzeigen zu können, der durch das Vergraulen eines großen Teils unserer aktiven Fans entsteht. Ohne die Vielfalt und den Einsatz aller Howa-BesucherInnen, gibt es kein Image, das gepflegt werden könnte.

Vienna Wanderers 08
Antifa Döbling
Urban Group

Block-Kassiber zur Überreaktion des Vereins aufs Derby, 07.10.2017

derbyfoto

Liebe Vienna-Family!

Auch wir, die Fans des FIRST VIENNA FC 1894, haben „die Entwicklungen der letzten Wochen“ mit großer Sorge verfolgt. In einem für uns nicht verständlichen Schritt hat sich das Präsidium vor wenigen Tagen zu einer Stellungnahme voller unhaltbarer Vorwürfe und Anpatzungen hinreißen lassen, die wir so nicht unkommentiert stehen lassen wollen.

Substanzlose Manager-Rhetorik

Beim Lesen dieser Stellungnahme des Vereinspräsidiums bezüglich des Einsatzes von Pyrotechnik müssen wir uns alle nach der Professionalität der agierenden Personen fragen. Denn argumentiert wird in diesem undurchdachten und unmotivierten Schnellschuss mit der „Wirtschaftlichkeit“ und dem „Image des Vereines“. Beides würde durch solche Aktionen in Mitleidenschaft gezogen werden, heißt es da.

Was genau damit gemeint sein soll, bleibt man dem Publikum schuldig.

Am Wirtschaftlichen muss man sich hier nicht lange aufhängen. Die Strafe wurde mit 1.500€ zu Lasten der Vienna festgesetzt, wobei sich die Höhe vermutlich daraus ergibt, dass bereits beim Heimderby 2015 eine geringe Strafe von 500€ verhängt wurde. Somit besteht zwar dieser wirtschaftliche Schaden, er ist mit 2.000€ innerhalb von zwei Jahren aber eher überschaubar als wirklich besorgniserregend oder gar bedrohlich. Erstaunlicher und diskussionswürdiger als die Notwendigkeit, wegen einer geringen Geldstrafe die eigenen Fans öffentlich anzuprangern, finden wir jedoch das angeblich beschädigte Image unseres Vereins.

Die Mär vom „Imageschaden“

Der springende Punkt ist nämlich: Pyrotechnik und Imageschaden wird in einem Atemzug genannt, jedoch nicht weiter konkretisiert. Welcher Schaden ist entstanden? Woher? Keine Antwort. Was wir zu lesen bekommen ist lediglich:

„Der Einsatz von „Pyro-Technik“ (…) kontraproduktiv(…) kategorisch abgelehnt (…) für uns inakzeptabel (…) schaden dem Verein (…) unsere Anstrengungen torpediert.“

Auf diese Weise wird das simple Abbrennen von Fackeln und Rauchtöpfen in tiefster Boulevardmanier mit Gewaltakten gleichgesetzt. Ein Bild von dem wir weit entfernt sind. Ganz im Gegenteil: Alle Anwesenden haben vorbildlich darauf geachtet, niemanden zu gefährden. Nicht einmal die reichlich anwesenden „szenekundigen Polizeibeamten“ sahen Gründe, sich zu Wort zu melden.

Wurde die Vienna in welcher Weise auch immer öffentlich für das Derby gerügt? Gab es Negativschlagzeilen in der Presse? Nein, die Berichte waren, wie üblich, durchwegs positiv. Selbst die Krone, der Sympathien für Fußballfans völlig unverdächtig, beschriftete abgedruckte Pyro-Fotos mit den Prädikaten „friedlich“ und „stimmungsvoll“! Der Videokommentator sprach davon, dass „das vermutlich eine kleine Strafe gibt“, es sich aber „auszahlt, die tolle Stimmung“ anzusehen. Inwiefern ist also das Geschehene bedrohlich? Worin besteht der Imageschaden, den das Präsidium postuliert? Es gab ihn schlicht nicht.

Vielmehr wird der/dem aufmerksamen Beobachter/in aufgefallen sein, dass erst NACH der Stellungnahme des Vereins die ersten Negativberichte sensationsgeiler Portale aufkamen. Die Vereinsführung hat sich – hat uns allen – ohne jede Not und aus heiterem Himmel ins Knie geschossen. Für den Imageschaden hat das Präsidium nun selbst gesorgt, indem es das eigene Derby und die eigenen Fans vor aller Welt als solchen eingeordnet hat.

Wir trinken und wir stinken, wir sind die bösen Linken, Vienna Family!

In völlig überzogenem Maß ist man in dieser Sache den Fans mit dem „Oasch“ ins Gesicht gefahren. Jene, die durch Einsatz, Leidenschaft und konsequentes Handeln das werbewirksame Bild eines toleranten, bunten, friedvollen und weltoffenen Fußballvereins erst erarbeitet haben, sehen sich vom eigenen Verein mit Diffamierungen konfrontiert.

Es sind die Aktionen der aktiven Fanszene, wie Spendensammlungen, Sozialtickets, das Ausmalen des Stadions und die vielen bunten Choreographien, die das positive Image der Viennafans in der Öffentlichkeit verankert haben. Daran werden wir auch weiterhin arbeiten und vor allem werden wir uns nicht das
sprichwörtliche Hackl ins Kreuz hauen lassen. Denn wie in der Vergangenheit sind es jene Personen in den gepolsterten Schalensitzen, die das Image des Vereins über Jahre durch Unfähigkeit, Korruption, Machtspielchen und einem eklatanten Mangel an professioneller Arbeit nachhaltig schädigen. Nicht aktive Fans sind es, die Sponsoren abschrecken, sondern eine lange Reihe an unfähigen und korrupten Figuren, die die Vienna lediglich als ein Vehikel betrachten, sich selbst und ihre Netzwerke zu bereichern. Hier in alte Muster zu verfallen, das ist die wirkliche Bedrohung.

„Gefährdete Herausforderungen“: Ohne Dach singt’s sich schlecht

Dabei hat der Verein zweifelsfrei größere Sorgen als ein paar Hunderter Verbandsstrafe. Denken wir einmal an das zurückblickend eher peinliche Verhalten des Präsidiums in der Causa Stadiondach. Man erinnere sich an den Anfang der Saison und die verschobenen Heimspiele. Dies wurde mit dem zugesagten Fertigstellungstermin des Daches zum 9. September (!) begründet. Dabei musste man schon damals kein/e Ingenieur/in gewesen sein, um zu erahnen, dass es sich dabei um leere Versprechungen oder blinde Naivität handeln musste – wohl, um Sponsoren zu beruhigen und uns Fans Sand in die Augen zu streuen. Damit reiht sich die aktuelle Führung in eine lange Tradition der „heißen Luft über Döbling“ ein. Denn das Dach kommt in diesem Jahr nicht mehr. Und natürlich sind wieder andere, wie etwa die Bauträger, an allem Schuld. Antworten auf Fragen ist man den Fans dazu bis heute schuldig.

„Zusammenarbeit“ – zu spät, zu wenig

Sich dann hinzustellen und gönnerhaft davon zu sprechen, dass man als Verein bereit sei, „weiterhin die Fan-Szene zu unterstützen“ schlägt dem Fass fast den Boden aus. Die Unterstützung, von der hier die Rede sein sollte, geht aktuell eher von den Fans aus als umgekehrt. Fans haben grundlegende Arbeiten übernommen – beim Benefizspiel, beim Kartenverkauf, beim Parkplatzdienst, beim Spendensammeln – und haben damit aktiv zum Überleben unseres Vereins beigetragen.

Als im Gegenzug von Fanseite Treffen mit der Vereinsführung erbeten wurden, auch um eine Bewilligung für Pyrotechnik beim Verband und der Behörde einzureichen, wurde verzögert, ausgewichen und vertröstet. Erst jetzt soll, nach einer öffentlichen Ohrfeige und Diffamierung, die mit dem öffentlichen Anprangern unbeteiligter Personen einherging, wieder der „Fanbeirat“ tagen. Dessen Treffen wurden seit Monaten vom Präsidium wegen „Zeitmangels“ abgesagt – Sponsoren, denen man ebendiese Fans als Mascherl umhängt, waren scheint’s stets wichtiger.

So viel zum großen Wort „Zusammenarbeit“ und den tatsächlichen Zuständen. So viel zum Rechtsverständnis der Vereinsführung. So viel zum Umgang mit den eigenen Fans und deren Stellenwert. Bei all dem Porzellan, das hier zerschlagen wurde, sehen wir einer künftigen vertraulichen und konstruktiven Zusammenarbeit sehr betrübt und skeptisch entgegen. Der Ball liegt aktuell nicht bei uns!

Vienna Wanderers 08
AFA Döbling
Urban Group

PS: Als besonders widersprüchlich sehen wir die Vermarktung von Pyrotechnik seitens des Vereins. So zierte nicht wenige Monate die Titelleiste der Homepage ein Stimmungsbild der Fantribüne inklusive Pyrotechnik. Weiter noch werden auch die Bilder vom Freitag inklusive Pyrotechnik fleißig geteilt und sind bis heute auch auf der Facebookseite des Vereins abrufbar – angesichts einer solchen Doppelmoral bleibt uns schlicht die Spucke weg…

Alcool et Vitesse


Februar 2017: Schnee, Kälte, Minusgrade und trübes Wetter. Und noch was noch viel schlimmer ist – drei Monate ohne Vienna und Fußball. Die Kälte und das teilweise trübe Wetter sollte uns wohl auch mit auf unseren Trip ins südfranzösische Grenoble begleiten, der fußballfreien Zeit konnten wir damit aber ein Ende bereiten.

Nachdem wir wirklich günstige Direktflüge aus Wien nach Lyon gecheckt und die Schlafplätze bei unseren FreundInnen in Grenoble fixiert hatten, konnte die Reise auch schon losgehen. Freitag Mittag erreichten wir nach ein einhalb stressfreien Flugstunden Lyon. Am Flughafen angekommen, wurden wir bereits erwartet. Die kleine Welpe Moonty, die uns unser „Abholserivce“ der Diables Bleus mitgebracht hatte, zeigte direkt, was sie von Lyon hält und erledigte ihr Geschäft inmitten der Flughalle. Nachdem wir nach kurzer Autofahrt auch schon in Grenoble angekommen waren, unser Gepäck kurz in die Wohnung untergebracht und unsere Schlafplätze bezogen hatten, ging es auch direkt ins Stadtzentrum. Dort wurden wir von unseren FreundInnen auch direkt in ein alternatives Lokal für den späteren Abend eingeladen. Zunächst aber wollten wir uns noch auf die Essensuche begeben, was sich aufgrund des starken Regens und schrecklich schlechten Orientierungssinnes aller Mitreisenden durchaus schwieriger als gedacht gestaltete. Meine Französischkenntnisse waren es jedenfalls nicht, die uns nach einigem Fragen doch noch in ein Restaurant bringen sollten. Den restlichen Abend hatten wir in der angesprochenen Bar verbracht, wo sich nach und nach immer mehr unserer FreundInnen zu uns gesellten und mit uns einen entspannten Abend mit Bier, Politik- und Fußballtalk verbrachten.

In der Folge wurde es am Freitag dann doch noch etwas später, als dass wir den Samstag Vormittag vornehmlich mit Schlafen füllten. Aus dem Bett gekrochen, warteten auch schon wieder Leute auf uns, um uns für den obligatorischen Touriteil eines jeden Freundschaftsbesuch zu entführen. Dass Grenoble einiges an Charme und für mich irgendwie italienischem Flair besaß, hatte sich dabei nur bestätigt. Am Berg samt Festung, der Bastille, über der Stadt angekommen, wurden einige Erinnerungsfotos geknipst. Die ein oder andere Info über die Geschichte der Stadt wurde uns dabei auch noch mit auf den Weg gegeben, die nicht zuletzt auch das Stadtbild nachhaltig beeinflusste, so etwa die Austragung der Olympischen Winterspiele 1968. Da wir ja den gesamten Vormittag verschlafen hatten, wurde die Zeit bis zum Anpfiff auch schon etwas knapp. Ohnehin warteten die Diables Bleus bereits sehnlich an ihrem Treffpunkt samt Freundschaftsbanner auf uns. In der Kneipe noch die ein oder andere Hand geschüttelt, ging es auch schon mit dem Auto zum Stadion. Von diesem hatte ich mir nicht allzu viel erwartet, es war doch recht neu und ist eines von vielen Betonbauten, die man überall findet. Das Spiel gegen die zweite Mannschaft von Olympique Lyonnais hatte dann doch einiges mehr an österreichischem Regionalligafußball als zuvor erwartet an sich. Mit einem unglücklichen Treffer der Gäste in der Nachspielzeit endete es schließlich 2-2. Die Stimmung auf den Rängen war durchaus ansehnlich, das ein oder andere Mal wurde es doch lauter, sind die Gäste aus Lyon ja nicht sehr beliebt unter den GrenoblerInnen. Nach dem Spiel steuerten wir dann auch ohne Umwege in die Kneipe, in jener wir uns auch schon vor dem Spiel getroffen hatten. Bei ausreichend Alkohol und Mixgetränken, dessen Geruch allein mich schon abschreckte, wurden wir ins französische Kartenspielen eingeweiht, Schummeln und Tricksen inklusive. Trash und die angesprochenen Mixgetränke hatten im Laufe der Nacht dann auch schon die ersten PartybesucherInnen in die Knie gezwungen.

Und weil es natürlich auch am Samstag, welch Überraschung, etwas länger wurde, hatten wir den halben Sonntag erneut zum Schlafen genutzt. Am Abend machten wir uns dann aber doch noch auf den Weg nach Saint Etienne. Schließlich hatten wir für das ohnehin schon ausverkaufte Topspiel der französischen Ligue A zwischen AS Saint Etienne und der ersten Mannschaft von Olympique Lyonnais doch noch Karten bekommen. Das Stadion dort versprühte dann schon einiges mehr an Charme, als es noch der Betonbau in Grenoble am Tag zuvor machte. Auch fantechnisch sollte das brisante Derby alle Versprechen halten können. Die Choreo der Heimseite jedenfalls wusste zu gefallen und auch der Tifo über weite Teile der Partie war durchaus ansehnlich. Nur als Randnotiz erwähnt sei das Endergebnis: ASSE 2-0 OL.

Die Nacht vom Sonntag auf den Montag hatten wir dann noch in Lyon verbracht. Dort hatten wir das Pech, am Bahnhof ausgerechnet die vom Parteitag des Front National kommende Marine Le Pen zu treffen. So langsam konnte ich die Ablehnung gegenüber dieser Stadt dann auch verstehen, hatte irgendwie alles zusammen gepasst. Von besagtem Bahnhof ging es dann auch schon in Richtung Flughafen und schließlich zurück nach Wien.

Ein großes Merci geht an unsere freundlichen GastgeberInnen und FreundInnen der Diables Bleus. Gefühlt habe ich mich während dieser drei Tage jedenfalls, wie im fünf Sterne All-Inclusive Urlaub: rund um die Uhr Betreuung, Abholservice und der Geldbeutel war nachher allerdings komischerweise immer noch gleich gefüllt wie vorher.

WANDERERS ET DIABLES BLEUS

Endlich wieder Auswärts!

Vor zwei Wochen verschlug uns das erste Meisterschaftsspiel in dieser Saison nach Traiskirchen. Letzte Saison spielten wir am selben Platz gegen die Admira Juniors, dieses Mal hieß der Gegner SG Traiskirchen.
Nach der Sommerpause und den guten Erinnerungen von letzter Saison war es kein Wunder, dass sich bereits vor der vereinbarten Zeit, über dreißig motivierte Blau-Gelbe am Treffpunkt eingefunden haben.
Schnell noch Bier getankt und mit dem anwesenden Security Gedanken ausgetauscht, dann hieß es schon in die Badner Bahn einsteigen. Die Fahrt verging wie im Flug und in Traiskirchen am Bahnhof angekommen fiel mir auf, wie wenig Erinnerung mir vom letzten Mal geblieben ist. Naja zum Glück gibts immer jemanden der/die gestrebert hat und weiß wie wir zum Stadion kommen. So navigierten wir die größer gewordene Gruppe singend durch Traiskirchen. Mensch soll ja auch wissen, dass die Vienna spielt!
Wenig überraschend waren die Straßen komplett leer, denn es goss wie aus Kübeln.Schlussendlich, komplett durchgenässt, auf der Tribüne in Traiskirchen angekommen, fand die Stimmung kein Ende und der Stadionsprecher spielte wieder extra für uns Truly Mady Deeply. Inzwischen war der Bus auch angekommen und man versammelte sich auf der echt feinen Tribüne. Aus dem oberen Rang lässt sich das Spielfeld perfekt überblicken und das Dach sorgt noch für extra Dezibel.
Der Vienna-Mob war an diesem Abend echt gut drauf, so gab es eine kleine Seltenheit zu bestaunen. Über 90 Minuten wurde die Mannschaft abgefeiert.

Leider gabs beim Heimspiel gegen Ritzing, trotz extrem früher Führung und Choreo nicht viel zu feiern. Aber jetzt gilt es das Spiel in Parndorf, mit der selben Motivation wie in Traiskirchen anzugehen und der Mannschaft zu helfen den ersten Sieg in dieser Saison einzufahren!

Come On Vienna!

Auswärts nach Parndorf:

Treffpunkt für die Zugfahrt: ab 17 Uhr vorm Hauptbahnhof
Abfahrt: 17:44 Uhr
Kommt bitte rechtzeitig damit wir in aller Ruhe die Einfach-Raus-Tickets kaufen können.

08.05.2016 SG Traskirchen vs. FVFC 1894
Pic By Heinz Starka https://www.flickr.com/photos/hpst/sets/72157671972754306/
Pic By Heinz Starka

12.08.2016 FVFC 1894 vs. SC Ritzing

Nach dem Dvoracek ist vor dem Dvoracek Part 2

So hieß hier schon mal ein Eintrag in diesem Blog und – tada, wen wundert es – wir haben mehr oder weniger Recht behalten. Aber um das Ganze hin und her im Präsidium, das auch noch seinen Weg an die Öffentlichkeit gefunden hat und mit keinen anderen Worten als „lächerlich“ und „unwürdig“ beschrieben werden kann, wollen wir uns jetzt mal nicht kümmern.
Probleme mit der Bankgarantie hat es auch schon letztes Jahr gegeben, da aber damals schon klar war, dass wir nicht aufsteigen, hat sich die Empörung bei den meisten in Grenzen gehalten. Dieses Jahr wirkt das Ganze wesentlich lächerlicher, vorallem wenn man das großkotzige „Gemeinsam in die Bundesliga“-Gehabe der letzten Zeit bedenkt. Übrigens, dieses Ziel stammt aus der Feder von Kristek und Care Energy. Wer halbwegs Einblick in die Erste Liga und den österreichischen Fußball hat wusste ohnehin, dass hinter diesem, vielleicht sogar ernstgemeintem, Enthusiasmus nicht viel stecken kann. Nicht aus sportlichen Gründen, aber aus wirtschaftlichen.

Egal, kommen wir zu dem worum es uns hier eigentlich geht. In der bereits gelöschten Pressemitteilung hieß es:
„Allein diese Zahlen zeigen wie weit sich die Ligazugehörigkeit von der Frage entfernt hat, welche Qualität und Attraktivität ein Verein hat. Insbesondere das Umfeld des Traditionsvereins Vienna mit seiner Fankultur und seiner Stimmung sind wesentlich professioneller als das zahlreicher Wettbewerber und das fernab von Statuten.“
Und dann war da auch noch dieser Zusatz mit den Bundesligafreundschaftsspielen.

1. Sexiest auf the leauge …

Zur der Attraktivität der Vienna hat weder Care noch unser Präsident auch nur irgend etwas beigetragen. Wenn man sich überlegt, wie im Präsidium gearbeitet wird, dann muss man sagen, dass die Attraktivität sowohl für seriöse Sponsoren als auch Zuschauer durch diverse dumme Aktionen eher gesunken ist.

2. Our business, you don´t care.

Von einer Professionalität wollen wir, als Fans, schon mal gar nicht sprechen. Was und wie wir unsere Projekte gestalten hat nichts mit Professionalität zu tun. Wir tun dies alles aus Liebe, Begeisterung und Freundschaft – im Gegensatz zu gewissen Verantwortlichen.
Der Verein erwartet sich diesbezüglich aber weit mehr, was in der heutigen Sportwelt wohl usus zu sein scheint. Solange Fans positive Stimmung verbreiten und fleißig Abos kaufen, tolle bunte und stimmungsvolle Choreos machen und Bier konsumieren, sind sie immer willkommen. Wenn es aber dann im Detail an einer professionellen Fanarbeit mit Fans UND Verein, geht scheitert man am laufenden Band. Sobald konstruktive Kritik auftaucht, wird beißreflexartig abgewehrt und mit der Keule „dann kauft ihr halt den Verein schuldenfrei“ geschwungen. Dies zeugt weder von Professionalität, noch von strategischen und visionistischen Arbeitsweisen. Die Struktur des Vereines zeigt von einer Semi-Professionalität wie sie es bei jedem daherglaufenen Landesligaverein gibt, mit dem kleinen Unterschied dass man glaubt mit kurzfristigen Investitionen der Retter in der Not zu sein. Wir sehen zwar die erstmalige Investition als großes Danke und ohne den paar Millionen würden wir gar nicht über Auf oder Nichtaufstieg sprechen, jedoch hat sich die Vision 2017 nicht nur mit der Bankgarantie im Sand verlaufen. Ein Energieanbieter der Nachhaltigkeit predigt, am Ende aber mit seinen Investitionen genauso nachhaltig umgeht wie ein Herr D. zuvor, manövriert uns ins Rampenlicht der Peinlichkeit. Wir sind nun wieder das Symptom des gescheiterten österreichischen Profifussballs und werden nach Strich und Faden vorgeführt. Ausgetragen wird das wieder am Rücken der leidvollen Anhängerinnenschaft, welche aber im Gegensatz zu Visionen, Mäzenen, Möchtegern Playboy Djs, Bankgarantien, Sponsorennamen etc. übrig bleiben. Realisiert endlich, dass wir gemeinsam mit euch der Verein, der Fußball sind und hört auf eure eigenen Süppchen zu kochen! Wir sind keine Ware die man nach Belieben austauschen kann, wenn es mal nicht besonders gut läuft. Uns eins sei euch ans Herz gelegt: während ihr in euren Geldsümpfen schmort, stehen wir bei Wind, Regen und Schnee immer noch hier und singen lauter denn je: COME ON VIENNA
Damit das klargestellt ist: wir verweigern uns gegen jede Einverleibung seitens Care und der Familie Kristek! Wir sprechen es dem gesamten Präsidium ab mit der Fanszene der Vienna Werbung zu betreiben, dafür habt ihr weder das Standing in der Fanszene noch habt ihr hierfür genügend getan. Get you‘r shit together, bevor ihr eure Argumente mit unserer Fanszene aufpeppt.
Und sollte es tatsächlich mal zu einem Freundschaftsspiel mit einem Bundesligaverein kommen, wie es auch in der Pressemitteilung seitens des Präsidenten und des Sponsors hieß, werden wir dieses boykottieren, solange ein solches Spiel zu solchen Zwecken missbraucht werden soll.

Stay rude, stay rebell!
Eure Wanderers ’08