Nach dem Dvoracek ist vor dem Dvoracek Part 2

So hieß hier schon mal ein Eintrag in diesem Blog und – tada, wen wundert es – wir haben mehr oder weniger Recht behalten. Aber um das Ganze hin und her im Präsidium, das auch noch seinen Weg an die Öffentlichkeit gefunden hat und mit keinen anderen Worten als „lächerlich“ und „unwürdig“ beschrieben werden kann, wollen wir uns jetzt mal nicht kümmern.
Probleme mit der Bankgarantie hat es auch schon letztes Jahr gegeben, da aber damals schon klar war, dass wir nicht aufsteigen, hat sich die Empörung bei den meisten in Grenzen gehalten. Dieses Jahr wirkt das Ganze wesentlich lächerlicher, vorallem wenn man das großkotzige „Gemeinsam in die Bundesliga“-Gehabe der letzten Zeit bedenkt. Übrigens, dieses Ziel stammt aus der Feder von Kristek und Care Energy. Wer halbwegs Einblick in die Erste Liga und den österreichischen Fußball hat wusste ohnehin, dass hinter diesem, vielleicht sogar ernstgemeintem, Enthusiasmus nicht viel stecken kann. Nicht aus sportlichen Gründen, aber aus wirtschaftlichen.

Egal, kommen wir zu dem worum es uns hier eigentlich geht. In der bereits gelöschten Pressemitteilung hieß es:
„Allein diese Zahlen zeigen wie weit sich die Ligazugehörigkeit von der Frage entfernt hat, welche Qualität und Attraktivität ein Verein hat. Insbesondere das Umfeld des Traditionsvereins Vienna mit seiner Fankultur und seiner Stimmung sind wesentlich professioneller als das zahlreicher Wettbewerber und das fernab von Statuten.“
Und dann war da auch noch dieser Zusatz mit den Bundesligafreundschaftsspielen.

1. Sexiest auf the leauge …

Zur der Attraktivität der Vienna hat weder Care noch unser Präsident auch nur irgend etwas beigetragen. Wenn man sich überlegt, wie im Präsidium gearbeitet wird, dann muss man sagen, dass die Attraktivität sowohl für seriöse Sponsoren als auch Zuschauer durch diverse dumme Aktionen eher gesunken ist.

2. Our business, you don´t care.

Von einer Professionalität wollen wir, als Fans, schon mal gar nicht sprechen. Was und wie wir unsere Projekte gestalten hat nichts mit Professionalität zu tun. Wir tun dies alles aus Liebe, Begeisterung und Freundschaft – im Gegensatz zu gewissen Verantwortlichen.
Der Verein erwartet sich diesbezüglich aber weit mehr, was in der heutigen Sportwelt wohl usus zu sein scheint. Solange Fans positive Stimmung verbreiten und fleißig Abos kaufen, tolle bunte und stimmungsvolle Choreos machen und Bier konsumieren, sind sie immer willkommen. Wenn es aber dann im Detail an einer professionellen Fanarbeit mit Fans UND Verein, geht scheitert man am laufenden Band. Sobald konstruktive Kritik auftaucht, wird beißreflexartig abgewehrt und mit der Keule „dann kauft ihr halt den Verein schuldenfrei“ geschwungen. Dies zeugt weder von Professionalität, noch von strategischen und visionistischen Arbeitsweisen. Die Struktur des Vereines zeigt von einer Semi-Professionalität wie sie es bei jedem daherglaufenen Landesligaverein gibt, mit dem kleinen Unterschied dass man glaubt mit kurzfristigen Investitionen der Retter in der Not zu sein. Wir sehen zwar die erstmalige Investition als großes Danke und ohne den paar Millionen würden wir gar nicht über Auf oder Nichtaufstieg sprechen, jedoch hat sich die Vision 2017 nicht nur mit der Bankgarantie im Sand verlaufen. Ein Energieanbieter der Nachhaltigkeit predigt, am Ende aber mit seinen Investitionen genauso nachhaltig umgeht wie ein Herr D. zuvor, manövriert uns ins Rampenlicht der Peinlichkeit. Wir sind nun wieder das Symptom des gescheiterten österreichischen Profifussballs und werden nach Strich und Faden vorgeführt. Ausgetragen wird das wieder am Rücken der leidvollen Anhängerinnenschaft, welche aber im Gegensatz zu Visionen, Mäzenen, Möchtegern Playboy Djs, Bankgarantien, Sponsorennamen etc. übrig bleiben. Realisiert endlich, dass wir gemeinsam mit euch der Verein, der Fußball sind und hört auf eure eigenen Süppchen zu kochen! Wir sind keine Ware die man nach Belieben austauschen kann, wenn es mal nicht besonders gut läuft. Uns eins sei euch ans Herz gelegt: während ihr in euren Geldsümpfen schmort, stehen wir bei Wind, Regen und Schnee immer noch hier und singen lauter denn je: COME ON VIENNA
Damit das klargestellt ist: wir verweigern uns gegen jede Einverleibung seitens Care und der Familie Kristek! Wir sprechen es dem gesamten Präsidium ab mit der Fanszene der Vienna Werbung zu betreiben, dafür habt ihr weder das Standing in der Fanszene noch habt ihr hierfür genügend getan. Get you‘r shit together, bevor ihr eure Argumente mit unserer Fanszene aufpeppt.
Und sollte es tatsächlich mal zu einem Freundschaftsspiel mit einem Bundesligaverein kommen, wie es auch in der Pressemitteilung seitens des Präsidenten und des Sponsors hieß, werden wir dieses boykottieren, solange ein solches Spiel zu solchen Zwecken missbraucht werden soll.

Stay rude, stay rebell!
Eure Wanderers ’08