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Block-Kassiber 20.10.2017

Die Vorkommnisse rund um das Derby sorgen bei Teilen der Vienna-Family auch weiterhin für Aufruhr. Auch wir wollen uns deshalb im Folgenden ein weiteres Mal dazu äußern.

Auch deshalb haben wir uns entschieden dem letzten Heimspiel gegen den ASK Ebreichsdorf nicht lautstark und organisiert beizuwohnen. So wollen wir bis heute ein Zeichen der Unzufriedenheit setzen.

Ein erstes Treffen, das kurzfristig vor dem genannten Heimspiel gegen Ebreichsdorf stattfand, sehen wir als ersten Schritt in die richtige Richtung. Auch die gemeinsame Stellungnahme, die diese Woche von Verein und Supporters veröffentlicht wurde, ist dafür ein weiteres Indiz. Wir haben dennoch entschieden, auch zum kommenden Heimspiel gegen den FC Stadlau nicht organisiert aufzutreten. Eben um nochmals ein Zeichen zu setzen unsere Forderungen gegenüber dem Verein zu verdeutlichen. Als zentral erachten wir das Zustandekommen des Fanbeirats, der in den letzten Wochen und Monaten leider nur zu oft verschoben oder abgesagt worden ist. Die Weiterführung der Gespräche, die bei einem ersten Treffen zum letzten Heimspiel begonnen wurden, sind uns wichtig. Nur zu oft haben wir beschwichtigende Worte gehört, denen keinen Taten folgten – das aktuelle Misstrauen darf also niemanden wundern.

Deutlich möchten wir nochmals unterstreichen, dass dieser Protest keineswegs gegen Mannschaft und Trainerteam gerichtet ist. Die durchwegs guten und kämpferisch hervorragenden Leistungen des Teams haben es uns nochmal erschwert diesen Schritt zu gehen. Und gerade aus diesem Grund haben wir auch bewusst die Entscheidung getroffen, unsere Mannschaft bei den Auswärtsspielen, wie in der letzten Woche bei den Austria Amateuren, auch in Neusiedl und darüber hinaus lautstark und farbenfroh zu unterstützen.

So sehen wir es auch möglich, damit diesen Kontrast Woche für Woche im Stadion aufzeigen zu können, der durch das Vergraulen eines großen Teils unserer aktiven Fans entsteht. Ohne die Vielfalt und den Einsatz aller Howa-BesucherInnen, gibt es kein Image, das gepflegt werden könnte.

Vienna Wanderers 08
Antifa Döbling
Urban Group

Block-Kassiber zur Überreaktion des Vereins aufs Derby, 07.10.2017

derbyfoto

Liebe Vienna-Family!

Auch wir, die Fans des FIRST VIENNA FC 1894, haben „die Entwicklungen der letzten Wochen“ mit großer Sorge verfolgt. In einem für uns nicht verständlichen Schritt hat sich das Präsidium vor wenigen Tagen zu einer Stellungnahme voller unhaltbarer Vorwürfe und Anpatzungen hinreißen lassen, die wir so nicht unkommentiert stehen lassen wollen.

Substanzlose Manager-Rhetorik

Beim Lesen dieser Stellungnahme des Vereinspräsidiums bezüglich des Einsatzes von Pyrotechnik müssen wir uns alle nach der Professionalität der agierenden Personen fragen. Denn argumentiert wird in diesem undurchdachten und unmotivierten Schnellschuss mit der „Wirtschaftlichkeit“ und dem „Image des Vereines“. Beides würde durch solche Aktionen in Mitleidenschaft gezogen werden, heißt es da.

Was genau damit gemeint sein soll, bleibt man dem Publikum schuldig.

Am Wirtschaftlichen muss man sich hier nicht lange aufhängen. Die Strafe wurde mit 1.500€ zu Lasten der Vienna festgesetzt, wobei sich die Höhe vermutlich daraus ergibt, dass bereits beim Heimderby 2015 eine geringe Strafe von 500€ verhängt wurde. Somit besteht zwar dieser wirtschaftliche Schaden, er ist mit 2.000€ innerhalb von zwei Jahren aber eher überschaubar als wirklich besorgniserregend oder gar bedrohlich. Erstaunlicher und diskussionswürdiger als die Notwendigkeit, wegen einer geringen Geldstrafe die eigenen Fans öffentlich anzuprangern, finden wir jedoch das angeblich beschädigte Image unseres Vereins.

Die Mär vom „Imageschaden“

Der springende Punkt ist nämlich: Pyrotechnik und Imageschaden wird in einem Atemzug genannt, jedoch nicht weiter konkretisiert. Welcher Schaden ist entstanden? Woher? Keine Antwort. Was wir zu lesen bekommen ist lediglich:

„Der Einsatz von „Pyro-Technik“ (…) kontraproduktiv(…) kategorisch abgelehnt (…) für uns inakzeptabel (…) schaden dem Verein (…) unsere Anstrengungen torpediert.“

Auf diese Weise wird das simple Abbrennen von Fackeln und Rauchtöpfen in tiefster Boulevardmanier mit Gewaltakten gleichgesetzt. Ein Bild von dem wir weit entfernt sind. Ganz im Gegenteil: Alle Anwesenden haben vorbildlich darauf geachtet, niemanden zu gefährden. Nicht einmal die reichlich anwesenden „szenekundigen Polizeibeamten“ sahen Gründe, sich zu Wort zu melden.

Wurde die Vienna in welcher Weise auch immer öffentlich für das Derby gerügt? Gab es Negativschlagzeilen in der Presse? Nein, die Berichte waren, wie üblich, durchwegs positiv. Selbst die Krone, der Sympathien für Fußballfans völlig unverdächtig, beschriftete abgedruckte Pyro-Fotos mit den Prädikaten „friedlich“ und „stimmungsvoll“! Der Videokommentator sprach davon, dass „das vermutlich eine kleine Strafe gibt“, es sich aber „auszahlt, die tolle Stimmung“ anzusehen. Inwiefern ist also das Geschehene bedrohlich? Worin besteht der Imageschaden, den das Präsidium postuliert? Es gab ihn schlicht nicht.

Vielmehr wird der/dem aufmerksamen Beobachter/in aufgefallen sein, dass erst NACH der Stellungnahme des Vereins die ersten Negativberichte sensationsgeiler Portale aufkamen. Die Vereinsführung hat sich – hat uns allen – ohne jede Not und aus heiterem Himmel ins Knie geschossen. Für den Imageschaden hat das Präsidium nun selbst gesorgt, indem es das eigene Derby und die eigenen Fans vor aller Welt als solchen eingeordnet hat.

Wir trinken und wir stinken, wir sind die bösen Linken, Vienna Family!

In völlig überzogenem Maß ist man in dieser Sache den Fans mit dem „Oasch“ ins Gesicht gefahren. Jene, die durch Einsatz, Leidenschaft und konsequentes Handeln das werbewirksame Bild eines toleranten, bunten, friedvollen und weltoffenen Fußballvereins erst erarbeitet haben, sehen sich vom eigenen Verein mit Diffamierungen konfrontiert.

Es sind die Aktionen der aktiven Fanszene, wie Spendensammlungen, Sozialtickets, das Ausmalen des Stadions und die vielen bunten Choreographien, die das positive Image der Viennafans in der Öffentlichkeit verankert haben. Daran werden wir auch weiterhin arbeiten und vor allem werden wir uns nicht das
sprichwörtliche Hackl ins Kreuz hauen lassen. Denn wie in der Vergangenheit sind es jene Personen in den gepolsterten Schalensitzen, die das Image des Vereins über Jahre durch Unfähigkeit, Korruption, Machtspielchen und einem eklatanten Mangel an professioneller Arbeit nachhaltig schädigen. Nicht aktive Fans sind es, die Sponsoren abschrecken, sondern eine lange Reihe an unfähigen und korrupten Figuren, die die Vienna lediglich als ein Vehikel betrachten, sich selbst und ihre Netzwerke zu bereichern. Hier in alte Muster zu verfallen, das ist die wirkliche Bedrohung.

„Gefährdete Herausforderungen“: Ohne Dach singt’s sich schlecht

Dabei hat der Verein zweifelsfrei größere Sorgen als ein paar Hunderter Verbandsstrafe. Denken wir einmal an das zurückblickend eher peinliche Verhalten des Präsidiums in der Causa Stadiondach. Man erinnere sich an den Anfang der Saison und die verschobenen Heimspiele. Dies wurde mit dem zugesagten Fertigstellungstermin des Daches zum 9. September (!) begründet. Dabei musste man schon damals kein/e Ingenieur/in gewesen sein, um zu erahnen, dass es sich dabei um leere Versprechungen oder blinde Naivität handeln musste – wohl, um Sponsoren zu beruhigen und uns Fans Sand in die Augen zu streuen. Damit reiht sich die aktuelle Führung in eine lange Tradition der „heißen Luft über Döbling“ ein. Denn das Dach kommt in diesem Jahr nicht mehr. Und natürlich sind wieder andere, wie etwa die Bauträger, an allem Schuld. Antworten auf Fragen ist man den Fans dazu bis heute schuldig.

„Zusammenarbeit“ – zu spät, zu wenig

Sich dann hinzustellen und gönnerhaft davon zu sprechen, dass man als Verein bereit sei, „weiterhin die Fan-Szene zu unterstützen“ schlägt dem Fass fast den Boden aus. Die Unterstützung, von der hier die Rede sein sollte, geht aktuell eher von den Fans aus als umgekehrt. Fans haben grundlegende Arbeiten übernommen – beim Benefizspiel, beim Kartenverkauf, beim Parkplatzdienst, beim Spendensammeln – und haben damit aktiv zum Überleben unseres Vereins beigetragen.

Als im Gegenzug von Fanseite Treffen mit der Vereinsführung erbeten wurden, auch um eine Bewilligung für Pyrotechnik beim Verband und der Behörde einzureichen, wurde verzögert, ausgewichen und vertröstet. Erst jetzt soll, nach einer öffentlichen Ohrfeige und Diffamierung, die mit dem öffentlichen Anprangern unbeteiligter Personen einherging, wieder der „Fanbeirat“ tagen. Dessen Treffen wurden seit Monaten vom Präsidium wegen „Zeitmangels“ abgesagt – Sponsoren, denen man ebendiese Fans als Mascherl umhängt, waren scheint’s stets wichtiger.

So viel zum großen Wort „Zusammenarbeit“ und den tatsächlichen Zuständen. So viel zum Rechtsverständnis der Vereinsführung. So viel zum Umgang mit den eigenen Fans und deren Stellenwert. Bei all dem Porzellan, das hier zerschlagen wurde, sehen wir einer künftigen vertraulichen und konstruktiven Zusammenarbeit sehr betrübt und skeptisch entgegen. Der Ball liegt aktuell nicht bei uns!

Vienna Wanderers 08
AFA Döbling
Urban Group

PS: Als besonders widersprüchlich sehen wir die Vermarktung von Pyrotechnik seitens des Vereins. So zierte nicht wenige Monate die Titelleiste der Homepage ein Stimmungsbild der Fantribüne inklusive Pyrotechnik. Weiter noch werden auch die Bilder vom Freitag inklusive Pyrotechnik fleißig geteilt und sind bis heute auch auf der Facebookseite des Vereins abrufbar – angesichts einer solchen Doppelmoral bleibt uns schlicht die Spucke weg…

Vienna Supporters Newscorner

Beim Heimspiel gegen den SV Horn wurde im Fanblock folgendes Infoblatt verteilt, welches wir euch nun auch online anbieten.

Liebe Vienna Supporters,
nur mehr zwei Spiele und wir gehen in die Winterpause. Bereits vor dem heutigen Spiel kam es zu zwei Treffen von Fans der Döblinger Fanszene. Im Rahmen dieser Treffen wurden Wege besprochen, Fans unseres geliebten Vereins besser zu vernetzen und eine Kommunikationsplattform für einzelne Fanclubs oder Individuen zu gründen.
Einfach gesagt, es geht darum, die Selbstorganisation der aktiven Vienna Supporters voran zu treiben. Dies soll in Form eines Dachverbandes geschehen. Eine strukturierte Szene mit einem eingetragenen Verein (mit Statuten, gemeinsamen Grundwerten) hätte den Vorteil, dass wir als „Vienna Supporters e.V“ eine stärkere Stimme in dem „magischen Dreieck“ Vorstand, Geschäftsführung, Fans hätten. Das Mitspracherecht im Verein bekäme so eine ganz andere Gewichtung. Zudem kann die Kommunikation nach außen verbessert werden; eine zentrale Anlaufstelle mit Ansprechpartnern wird so gegeben. Neue Personen auf der Hohen Warte haben so leichteren Zugang zu Fanaktivitäten und werden nicht ausgeschlossen.

Der Dachverband sollte für alle Leute offen sein. Es gibt großes Potential auf der Tribüne, das nicht im Sand verlaufen sollte, gerade aktive Fans und solche die sich gerne aktiv beteiligen wollen, aber nicht wissen, wann, wo wie mit wem, sollten über eine bessere Vernetzung aktiviert werden. Dafür ist eine gemeinsame Anlaufstelle, in der sich ALLE willkommen fühlen, unerlässlich.

Interessierte willkommen!

So wird es am 28.01. zu einem erneuten Treffen kommen. Um das Treffen besser zu strukturieren, bitten wir um eine rechtzeitige Anmeldung unter viennawanderers08@yahoo.de. Ort und Uhrzeit wird dann in den darauffolgenden Wochen bekannt gegeben.

So lasst uns heute noch gemeinsam unsere Mannschaft zu drei Punkten führen und ihnen zeigen, dass wir für sie da sind! Feuert die Mannschaft an so laut ihr nur könnt!

Blockkassiber Nr.7

Hey Ho Vienna Supporters,

was für ein traumhafter Freitag das wieder einmal war! Mit Kampfgeist und Willen konnten wir diese wichtigen 3 Punkte einfahren und dem Abstieg wieder einen Schritt mehr entweichen!
Und hiermit gibt es auch wieder den Blockkassiber Ausgabe Nr.7 als Online Version!
Leider sind uns in der Hektik der Produktion zwei gröbere Fehler unterlaufen: der Gegner von GA. Bubi Merano im Groundhoppingbericht war PGC Bresso und nicht Came Dosson. Zudem durften wir in der 15.Runde natürlich nicht die Austria aus Lustenau mit 2-1 schlagen, sondern den Kapfenberger SV. Wir entschuldigen uns hiermit für die Fehler, appelieren aber auch erneut an alle Viennafans, sich am Kassiber zu beteiligen! Es läuft leider noch nicht so rund wie geplant, also motiviert euch und arbeitet an der Verbesserung und Optimierung dieses wunderbaren Stadionblattes mit!

UPDATE: Alle älteren Ausgaben sind jetzt auch unter der Rubrik „Blockkassiber“ zu finden und zum download verfügbar

eure Vienna Wanderers 08

Blockkassiber Nr.5 + Linz Away

Hey Ho, Vienna Supporters,

und hiermit gibt es wieder den Kassiber als Online-Version, für all jene, die am Freitag keinen mehr erhalten haben!

Ansonsten leider kein erfolgreiches Wochenende für unsere zwei Mannschaften! KM und Amas mussten jeweils bittere Niederlagen einstecken! Das sollte uns aber nicht entmutigen! Gerade in solch schweren Zeiten zeigt sich die Qualität der Supporters und einer starken Fanszene! Lasst euch nicht entmutigen und fahrt trotzdem nach Linz! Einige Blau-Gelbe werden zudem bereits am frühen Nachmittag nach Linz reisen, um bereits vor dem Spiel mit den Freunden aus dem blau-weißen Linz gemeinsam im Beisl die Stunden vor dem Anpfiff mit Essen und Trinken zu verbringen!! Für Infos dazu, einfach eine Mail an uns! Der offizielle Fanbus fährt hingegen etwas später um 16:45 Uhr von der Howa los, Anmeldungen und Infos dazu unter 0664/6196926. Lasst uns zahlreich nach Linz pilgern!
COME ON VIENNA SUPPORTERS! ABGERECHNET WIRD ZUM SCHLUSS