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Block-Kassiber 20.10.2017

Die Vorkommnisse rund um das Derby sorgen bei Teilen der Vienna-Family auch weiterhin für Aufruhr. Auch wir wollen uns deshalb im Folgenden ein weiteres Mal dazu äußern.

Auch deshalb haben wir uns entschieden dem letzten Heimspiel gegen den ASK Ebreichsdorf nicht lautstark und organisiert beizuwohnen. So wollen wir bis heute ein Zeichen der Unzufriedenheit setzen.

Ein erstes Treffen, das kurzfristig vor dem genannten Heimspiel gegen Ebreichsdorf stattfand, sehen wir als ersten Schritt in die richtige Richtung. Auch die gemeinsame Stellungnahme, die diese Woche von Verein und Supporters veröffentlicht wurde, ist dafür ein weiteres Indiz. Wir haben dennoch entschieden, auch zum kommenden Heimspiel gegen den FC Stadlau nicht organisiert aufzutreten. Eben um nochmals ein Zeichen zu setzen unsere Forderungen gegenüber dem Verein zu verdeutlichen. Als zentral erachten wir das Zustandekommen des Fanbeirats, der in den letzten Wochen und Monaten leider nur zu oft verschoben oder abgesagt worden ist. Die Weiterführung der Gespräche, die bei einem ersten Treffen zum letzten Heimspiel begonnen wurden, sind uns wichtig. Nur zu oft haben wir beschwichtigende Worte gehört, denen keinen Taten folgten – das aktuelle Misstrauen darf also niemanden wundern.

Deutlich möchten wir nochmals unterstreichen, dass dieser Protest keineswegs gegen Mannschaft und Trainerteam gerichtet ist. Die durchwegs guten und kämpferisch hervorragenden Leistungen des Teams haben es uns nochmal erschwert diesen Schritt zu gehen. Und gerade aus diesem Grund haben wir auch bewusst die Entscheidung getroffen, unsere Mannschaft bei den Auswärtsspielen, wie in der letzten Woche bei den Austria Amateuren, auch in Neusiedl und darüber hinaus lautstark und farbenfroh zu unterstützen.

So sehen wir es auch möglich, damit diesen Kontrast Woche für Woche im Stadion aufzeigen zu können, der durch das Vergraulen eines großen Teils unserer aktiven Fans entsteht. Ohne die Vielfalt und den Einsatz aller Howa-BesucherInnen, gibt es kein Image, das gepflegt werden könnte.

Vienna Wanderers 08
Antifa Döbling
Urban Group

Block-Kassiber zur Überreaktion des Vereins aufs Derby, 07.10.2017

derbyfoto

Liebe Vienna-Family!

Auch wir, die Fans des FIRST VIENNA FC 1894, haben „die Entwicklungen der letzten Wochen“ mit großer Sorge verfolgt. In einem für uns nicht verständlichen Schritt hat sich das Präsidium vor wenigen Tagen zu einer Stellungnahme voller unhaltbarer Vorwürfe und Anpatzungen hinreißen lassen, die wir so nicht unkommentiert stehen lassen wollen.

Substanzlose Manager-Rhetorik

Beim Lesen dieser Stellungnahme des Vereinspräsidiums bezüglich des Einsatzes von Pyrotechnik müssen wir uns alle nach der Professionalität der agierenden Personen fragen. Denn argumentiert wird in diesem undurchdachten und unmotivierten Schnellschuss mit der „Wirtschaftlichkeit“ und dem „Image des Vereines“. Beides würde durch solche Aktionen in Mitleidenschaft gezogen werden, heißt es da.

Was genau damit gemeint sein soll, bleibt man dem Publikum schuldig.

Am Wirtschaftlichen muss man sich hier nicht lange aufhängen. Die Strafe wurde mit 1.500€ zu Lasten der Vienna festgesetzt, wobei sich die Höhe vermutlich daraus ergibt, dass bereits beim Heimderby 2015 eine geringe Strafe von 500€ verhängt wurde. Somit besteht zwar dieser wirtschaftliche Schaden, er ist mit 2.000€ innerhalb von zwei Jahren aber eher überschaubar als wirklich besorgniserregend oder gar bedrohlich. Erstaunlicher und diskussionswürdiger als die Notwendigkeit, wegen einer geringen Geldstrafe die eigenen Fans öffentlich anzuprangern, finden wir jedoch das angeblich beschädigte Image unseres Vereins.

Die Mär vom „Imageschaden“

Der springende Punkt ist nämlich: Pyrotechnik und Imageschaden wird in einem Atemzug genannt, jedoch nicht weiter konkretisiert. Welcher Schaden ist entstanden? Woher? Keine Antwort. Was wir zu lesen bekommen ist lediglich:

„Der Einsatz von „Pyro-Technik“ (…) kontraproduktiv(…) kategorisch abgelehnt (…) für uns inakzeptabel (…) schaden dem Verein (…) unsere Anstrengungen torpediert.“

Auf diese Weise wird das simple Abbrennen von Fackeln und Rauchtöpfen in tiefster Boulevardmanier mit Gewaltakten gleichgesetzt. Ein Bild von dem wir weit entfernt sind. Ganz im Gegenteil: Alle Anwesenden haben vorbildlich darauf geachtet, niemanden zu gefährden. Nicht einmal die reichlich anwesenden „szenekundigen Polizeibeamten“ sahen Gründe, sich zu Wort zu melden.

Wurde die Vienna in welcher Weise auch immer öffentlich für das Derby gerügt? Gab es Negativschlagzeilen in der Presse? Nein, die Berichte waren, wie üblich, durchwegs positiv. Selbst die Krone, der Sympathien für Fußballfans völlig unverdächtig, beschriftete abgedruckte Pyro-Fotos mit den Prädikaten „friedlich“ und „stimmungsvoll“! Der Videokommentator sprach davon, dass „das vermutlich eine kleine Strafe gibt“, es sich aber „auszahlt, die tolle Stimmung“ anzusehen. Inwiefern ist also das Geschehene bedrohlich? Worin besteht der Imageschaden, den das Präsidium postuliert? Es gab ihn schlicht nicht.

Vielmehr wird der/dem aufmerksamen Beobachter/in aufgefallen sein, dass erst NACH der Stellungnahme des Vereins die ersten Negativberichte sensationsgeiler Portale aufkamen. Die Vereinsführung hat sich – hat uns allen – ohne jede Not und aus heiterem Himmel ins Knie geschossen. Für den Imageschaden hat das Präsidium nun selbst gesorgt, indem es das eigene Derby und die eigenen Fans vor aller Welt als solchen eingeordnet hat.

Wir trinken und wir stinken, wir sind die bösen Linken, Vienna Family!

In völlig überzogenem Maß ist man in dieser Sache den Fans mit dem „Oasch“ ins Gesicht gefahren. Jene, die durch Einsatz, Leidenschaft und konsequentes Handeln das werbewirksame Bild eines toleranten, bunten, friedvollen und weltoffenen Fußballvereins erst erarbeitet haben, sehen sich vom eigenen Verein mit Diffamierungen konfrontiert.

Es sind die Aktionen der aktiven Fanszene, wie Spendensammlungen, Sozialtickets, das Ausmalen des Stadions und die vielen bunten Choreographien, die das positive Image der Viennafans in der Öffentlichkeit verankert haben. Daran werden wir auch weiterhin arbeiten und vor allem werden wir uns nicht das
sprichwörtliche Hackl ins Kreuz hauen lassen. Denn wie in der Vergangenheit sind es jene Personen in den gepolsterten Schalensitzen, die das Image des Vereins über Jahre durch Unfähigkeit, Korruption, Machtspielchen und einem eklatanten Mangel an professioneller Arbeit nachhaltig schädigen. Nicht aktive Fans sind es, die Sponsoren abschrecken, sondern eine lange Reihe an unfähigen und korrupten Figuren, die die Vienna lediglich als ein Vehikel betrachten, sich selbst und ihre Netzwerke zu bereichern. Hier in alte Muster zu verfallen, das ist die wirkliche Bedrohung.

„Gefährdete Herausforderungen“: Ohne Dach singt’s sich schlecht

Dabei hat der Verein zweifelsfrei größere Sorgen als ein paar Hunderter Verbandsstrafe. Denken wir einmal an das zurückblickend eher peinliche Verhalten des Präsidiums in der Causa Stadiondach. Man erinnere sich an den Anfang der Saison und die verschobenen Heimspiele. Dies wurde mit dem zugesagten Fertigstellungstermin des Daches zum 9. September (!) begründet. Dabei musste man schon damals kein/e Ingenieur/in gewesen sein, um zu erahnen, dass es sich dabei um leere Versprechungen oder blinde Naivität handeln musste – wohl, um Sponsoren zu beruhigen und uns Fans Sand in die Augen zu streuen. Damit reiht sich die aktuelle Führung in eine lange Tradition der „heißen Luft über Döbling“ ein. Denn das Dach kommt in diesem Jahr nicht mehr. Und natürlich sind wieder andere, wie etwa die Bauträger, an allem Schuld. Antworten auf Fragen ist man den Fans dazu bis heute schuldig.

„Zusammenarbeit“ – zu spät, zu wenig

Sich dann hinzustellen und gönnerhaft davon zu sprechen, dass man als Verein bereit sei, „weiterhin die Fan-Szene zu unterstützen“ schlägt dem Fass fast den Boden aus. Die Unterstützung, von der hier die Rede sein sollte, geht aktuell eher von den Fans aus als umgekehrt. Fans haben grundlegende Arbeiten übernommen – beim Benefizspiel, beim Kartenverkauf, beim Parkplatzdienst, beim Spendensammeln – und haben damit aktiv zum Überleben unseres Vereins beigetragen.

Als im Gegenzug von Fanseite Treffen mit der Vereinsführung erbeten wurden, auch um eine Bewilligung für Pyrotechnik beim Verband und der Behörde einzureichen, wurde verzögert, ausgewichen und vertröstet. Erst jetzt soll, nach einer öffentlichen Ohrfeige und Diffamierung, die mit dem öffentlichen Anprangern unbeteiligter Personen einherging, wieder der „Fanbeirat“ tagen. Dessen Treffen wurden seit Monaten vom Präsidium wegen „Zeitmangels“ abgesagt – Sponsoren, denen man ebendiese Fans als Mascherl umhängt, waren scheint’s stets wichtiger.

So viel zum großen Wort „Zusammenarbeit“ und den tatsächlichen Zuständen. So viel zum Rechtsverständnis der Vereinsführung. So viel zum Umgang mit den eigenen Fans und deren Stellenwert. Bei all dem Porzellan, das hier zerschlagen wurde, sehen wir einer künftigen vertraulichen und konstruktiven Zusammenarbeit sehr betrübt und skeptisch entgegen. Der Ball liegt aktuell nicht bei uns!

Vienna Wanderers 08
AFA Döbling
Urban Group

PS: Als besonders widersprüchlich sehen wir die Vermarktung von Pyrotechnik seitens des Vereins. So zierte nicht wenige Monate die Titelleiste der Homepage ein Stimmungsbild der Fantribüne inklusive Pyrotechnik. Weiter noch werden auch die Bilder vom Freitag inklusive Pyrotechnik fleißig geteilt und sind bis heute auch auf der Facebookseite des Vereins abrufbar – angesichts einer solchen Doppelmoral bleibt uns schlicht die Spucke weg…

Alcool et Vitesse


Februar 2017: Schnee, Kälte, Minusgrade und trübes Wetter. Und noch was noch viel schlimmer ist – drei Monate ohne Vienna und Fußball. Die Kälte und das teilweise trübe Wetter sollte uns wohl auch mit auf unseren Trip ins südfranzösische Grenoble begleiten, der fußballfreien Zeit konnten wir damit aber ein Ende bereiten.

Nachdem wir wirklich günstige Direktflüge aus Wien nach Lyon gecheckt und die Schlafplätze bei unseren FreundInnen in Grenoble fixiert hatten, konnte die Reise auch schon losgehen. Freitag Mittag erreichten wir nach ein einhalb stressfreien Flugstunden Lyon. Am Flughafen angekommen, wurden wir bereits erwartet. Die kleine Welpe Moonty, die uns unser „Abholserivce“ der Diables Bleus mitgebracht hatte, zeigte direkt, was sie von Lyon hält und erledigte ihr Geschäft inmitten der Flughalle. Nachdem wir nach kurzer Autofahrt auch schon in Grenoble angekommen waren, unser Gepäck kurz in die Wohnung untergebracht und unsere Schlafplätze bezogen hatten, ging es auch direkt ins Stadtzentrum. Dort wurden wir von unseren FreundInnen auch direkt in ein alternatives Lokal für den späteren Abend eingeladen. Zunächst aber wollten wir uns noch auf die Essensuche begeben, was sich aufgrund des starken Regens und schrecklich schlechten Orientierungssinnes aller Mitreisenden durchaus schwieriger als gedacht gestaltete. Meine Französischkenntnisse waren es jedenfalls nicht, die uns nach einigem Fragen doch noch in ein Restaurant bringen sollten. Den restlichen Abend hatten wir in der angesprochenen Bar verbracht, wo sich nach und nach immer mehr unserer FreundInnen zu uns gesellten und mit uns einen entspannten Abend mit Bier, Politik- und Fußballtalk verbrachten.

In der Folge wurde es am Freitag dann doch noch etwas später, als dass wir den Samstag Vormittag vornehmlich mit Schlafen füllten. Aus dem Bett gekrochen, warteten auch schon wieder Leute auf uns, um uns für den obligatorischen Touriteil eines jeden Freundschaftsbesuch zu entführen. Dass Grenoble einiges an Charme und für mich irgendwie italienischem Flair besaß, hatte sich dabei nur bestätigt. Am Berg samt Festung, der Bastille, über der Stadt angekommen, wurden einige Erinnerungsfotos geknipst. Die ein oder andere Info über die Geschichte der Stadt wurde uns dabei auch noch mit auf den Weg gegeben, die nicht zuletzt auch das Stadtbild nachhaltig beeinflusste, so etwa die Austragung der Olympischen Winterspiele 1968. Da wir ja den gesamten Vormittag verschlafen hatten, wurde die Zeit bis zum Anpfiff auch schon etwas knapp. Ohnehin warteten die Diables Bleus bereits sehnlich an ihrem Treffpunkt samt Freundschaftsbanner auf uns. In der Kneipe noch die ein oder andere Hand geschüttelt, ging es auch schon mit dem Auto zum Stadion. Von diesem hatte ich mir nicht allzu viel erwartet, es war doch recht neu und ist eines von vielen Betonbauten, die man überall findet. Das Spiel gegen die zweite Mannschaft von Olympique Lyonnais hatte dann doch einiges mehr an österreichischem Regionalligafußball als zuvor erwartet an sich. Mit einem unglücklichen Treffer der Gäste in der Nachspielzeit endete es schließlich 2-2. Die Stimmung auf den Rängen war durchaus ansehnlich, das ein oder andere Mal wurde es doch lauter, sind die Gäste aus Lyon ja nicht sehr beliebt unter den GrenoblerInnen. Nach dem Spiel steuerten wir dann auch ohne Umwege in die Kneipe, in jener wir uns auch schon vor dem Spiel getroffen hatten. Bei ausreichend Alkohol und Mixgetränken, dessen Geruch allein mich schon abschreckte, wurden wir ins französische Kartenspielen eingeweiht, Schummeln und Tricksen inklusive. Trash und die angesprochenen Mixgetränke hatten im Laufe der Nacht dann auch schon die ersten PartybesucherInnen in die Knie gezwungen.

Und weil es natürlich auch am Samstag, welch Überraschung, etwas länger wurde, hatten wir den halben Sonntag erneut zum Schlafen genutzt. Am Abend machten wir uns dann aber doch noch auf den Weg nach Saint Etienne. Schließlich hatten wir für das ohnehin schon ausverkaufte Topspiel der französischen Ligue A zwischen AS Saint Etienne und der ersten Mannschaft von Olympique Lyonnais doch noch Karten bekommen. Das Stadion dort versprühte dann schon einiges mehr an Charme, als es noch der Betonbau in Grenoble am Tag zuvor machte. Auch fantechnisch sollte das brisante Derby alle Versprechen halten können. Die Choreo der Heimseite jedenfalls wusste zu gefallen und auch der Tifo über weite Teile der Partie war durchaus ansehnlich. Nur als Randnotiz erwähnt sei das Endergebnis: ASSE 2-0 OL.

Die Nacht vom Sonntag auf den Montag hatten wir dann noch in Lyon verbracht. Dort hatten wir das Pech, am Bahnhof ausgerechnet die vom Parteitag des Front National kommende Marine Le Pen zu treffen. So langsam konnte ich die Ablehnung gegenüber dieser Stadt dann auch verstehen, hatte irgendwie alles zusammen gepasst. Von besagtem Bahnhof ging es dann auch schon in Richtung Flughafen und schließlich zurück nach Wien.

Ein großes Merci geht an unsere freundlichen GastgeberInnen und FreundInnen der Diables Bleus. Gefühlt habe ich mich während dieser drei Tage jedenfalls, wie im fünf Sterne All-Inclusive Urlaub: rund um die Uhr Betreuung, Abholservice und der Geldbeutel war nachher allerdings komischerweise immer noch gleich gefüllt wie vorher.

WANDERERS ET DIABLES BLEUS

31.07.2015 – Neusiedl away

Es gibt so Spiele bei denen steigt die Vorfreude bereits am Wochenanfang an. Neben jenen Wichtigen und Gutbesuchten, wie dem Dörby gegen den Wiener Sportklub, sind es vor allem die ersten Auftritte unserer Mannschaft nach den Spielpausen die unsere Herzen höher schlagen lassen. Daran ändert auch eine relativ kurze Spielpause und das Cupspiel vor zwei Wochen nichts.

Das erste Spiel in dieser Saison führte uns ins Burgenland zum SC Neusiedl. Wie zu erwarten war, war der Bus schon bald restlos ausverkauft, also mussten noch einige von uns per Zug oder Auto anreisen.

Auf der Hohen Warte angekommen konnte man die Vorfreude unter den Fahrer_innen schon spüren. Begleitet vom üblichen Trashtalk wurden bereits vor der Abfahrt die ersten Dosen geleert und die Krautrouladen gepickt. Dann hieß es, die Sachen im Bus zu verstauen und noch schnell die letzte Tschick auszurauchen, um dann im Bus die Reise in Richtung Awaywonderland anzutreten. Auf die Autobahn aufgefahren gabs zunächst einen kleinen Dämpfer – Stau, soweit das Auge reicht nur Stau. Aber irgendwann verging auch der und die gute Laune steigerte sich gemeinsam mit der Altdosensammlung.

Show-Einlage mit den Tätigkeiten unseres Fandachverbandes

Mit einer kurzen News-Einlage zu den Machenschaften unseres Fan-Dachverbandes, kurz „der Supporters“, wurde die Zeit aber auch produktiv genutzt.

Zusammengefasst waren dies in letzter Zeit:

1. Bei der Refugees Welcome Spendenaktion wurden rund 700,- gespendet. Sportartikel wurden gekauft und werden die Tage unter anderem nach Traiskirchen und in das Georg Danzer Haus gebracht.

2. Mit Hilfe des Fanbeirats hat man es erreich, dass die Vienna zukünftig den Auwaybus finanziell unterstützen wird, was günstigere Awayfahrten für alle bedeutet.

3. Bei dem, auf der Howa stattfindenden, Street Food Cinema haben Supportersmitglieder freien Eintritt.

4. Busrunde

Ohne Rauchpause an den See

Aufgrund der verlorenen Zeit entschied der Busfahrer die Rauchpause sein zu lassen und bretterte uns direkt aus dem Stau zum Stadion. Komischerweise ging dabei die Klotür irgendwie zu Bruch, aber keine Sorge, ein kompetentes Team vom Döblinger Klotürspezialisten brachte alles wieder in Ordnung.

Zum Glück hatte der Busfahrer die Situation richtig eingeschätzt sodass wir ganz knapp, eine Stunde vor Spielbeginn, in Neusiedl vor dem Stadion ankamen. In der kurzen Zeit wurde ein Gruppenfoto gemacht und sich auf das Spiel eingestimmt.

Wie immer war der Empfang in Neusiedl super, entspannte Einlasssituation sowie guter Wein und eine ganz coole Tribüne machen Neusiedl immer wieder zu einer angenehmen Auswärtsfahrt.

Das Problem des Funkens, überzuspringen

Transpis und Fahnen an Ort und Stelle gebracht, dann konnte es auch schon losgehen.

Unter den insgesamt 800 Menschen im Stadion war ein gut gefüllter und motivierter Vienna-Block. Die Stimmung war in der ersten Halbzeit fantastisch. Nahezu die ganze Zeit wurde in anständiger Lautstärke die Mannschaft angepeitscht. Die Mannschaft spielte auch nicht schlecht, doch scheinbar konnte der Funke in dieser Halbzeit nicht zur Gänze von der Tribüne aufs Feld überspringen.

Dadurch, dass sich einige in der Halbzeitpause auf dem Hügel neben der Tribüne mit ihren Krautrouladen beschäftigten und dem doch schon eher hohen Delirium-Pegel der meisten Anwesenden war zu beginn der zweiten Halbzeit die Stimmung etwas leiser und unruhiger. Wir standen nicht mehr so kompakt und grüßten deshalb das eine oder andere Mal die Disharmonie. Aber in gewohnt chaotischer Viennamanier ging es weiter und alles pendelte sich im Laufe der zweiten Halbzeit wieder ein.

Die Befreiung in Minute 85

Gerade rechtzeitig verhalfen uns Pantić, Kostić und Bozkurt zum 0:1. Die Folge war ein Torjubel wie wir ihn schon lange nicht mehr hatten. Das befreiende Gefühl in der Fünfundachtzigsten in Führung zu gehen ist einfach das aller Größte! In der Euphorie wurden Bierspenden getätigt, Umarmungen verteilt und Flutlichtmasten bestiegen! That`s Vienna!

Der Sieg wurde dann ausgiebig bei der Afterparty in Neusiedl gefeiert. Wie auch das letzte Mal schon haben die Neusiedler extra eine Band angeheuert! Wir haben es uns nicht nehmen lassen und auch einen Beitrag zur Party geliefert. Niemand geringerer als der berühmte Döblinger Acid-Ziehharmonikaspieler und virtuose Sänger Quetschinger unterstütze spontan und ungefragt die Band.

Irgendwann ging es dann zurück in den Bus und irgendwann kamen wir auch wieder auf der Howa an. Dazwischen und danach passierte sicher auch noch einiges – nur weil mir hier die Erinnerung fehlt heißt es aber nicht, dass es nicht auch erwähnenswert gewesen sein könnte!

Fazit: eine geile Auswärtsfahrt und ein noch geilerer Saisonauftakt. Erste Liga wir kommen!

Bilder aus Neusiedl gibt es unter Fotos.

Vienna Supporters Newscorner

Beim Heimspiel gegen den SV Horn wurde im Fanblock folgendes Infoblatt verteilt, welches wir euch nun auch online anbieten.

Liebe Vienna Supporters,
nur mehr zwei Spiele und wir gehen in die Winterpause. Bereits vor dem heutigen Spiel kam es zu zwei Treffen von Fans der Döblinger Fanszene. Im Rahmen dieser Treffen wurden Wege besprochen, Fans unseres geliebten Vereins besser zu vernetzen und eine Kommunikationsplattform für einzelne Fanclubs oder Individuen zu gründen.
Einfach gesagt, es geht darum, die Selbstorganisation der aktiven Vienna Supporters voran zu treiben. Dies soll in Form eines Dachverbandes geschehen. Eine strukturierte Szene mit einem eingetragenen Verein (mit Statuten, gemeinsamen Grundwerten) hätte den Vorteil, dass wir als „Vienna Supporters e.V“ eine stärkere Stimme in dem „magischen Dreieck“ Vorstand, Geschäftsführung, Fans hätten. Das Mitspracherecht im Verein bekäme so eine ganz andere Gewichtung. Zudem kann die Kommunikation nach außen verbessert werden; eine zentrale Anlaufstelle mit Ansprechpartnern wird so gegeben. Neue Personen auf der Hohen Warte haben so leichteren Zugang zu Fanaktivitäten und werden nicht ausgeschlossen.

Der Dachverband sollte für alle Leute offen sein. Es gibt großes Potential auf der Tribüne, das nicht im Sand verlaufen sollte, gerade aktive Fans und solche die sich gerne aktiv beteiligen wollen, aber nicht wissen, wann, wo wie mit wem, sollten über eine bessere Vernetzung aktiviert werden. Dafür ist eine gemeinsame Anlaufstelle, in der sich ALLE willkommen fühlen, unerlässlich.

Interessierte willkommen!

So wird es am 28.01. zu einem erneuten Treffen kommen. Um das Treffen besser zu strukturieren, bitten wir um eine rechtzeitige Anmeldung unter viennawanderers08@yahoo.de. Ort und Uhrzeit wird dann in den darauffolgenden Wochen bekannt gegeben.

So lasst uns heute noch gemeinsam unsere Mannschaft zu drei Punkten führen und ihnen zeigen, dass wir für sie da sind! Feuert die Mannschaft an so laut ihr nur könnt!